Jugendarbeit

Unsere pädagogische Jugendarbeit zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche (Altersgruppe 6 bis 19 Jahren) in ihrem Sozialisationsprozess zu begleiten und zu fördern. In einer multikulturellen wachsenden Gesellschaft, die sich in einem ständigen Wandel befindet, fällt es den Heranwachsenden nicht immer leicht eine Orientierung zu finden.

Das oberste Ziel unserer ehrenamtlichen pädagogischen Jugendarbeit ist es, das Lernen und die Selbstbildung zu ermöglichen. Die Gruppenleiter und die Gruppenassistenten fungieren als Lernhelfer. Der Heranwachsende soll seine persönlichen und sozialen Kompetenzen entwickeln:

  • Selbstwertgefühl,
  • Eigenverantwortung,
  • Gemeinschafts-,
  • Kommunikations-,
  • Kooperations-,
  • Reflexions- und
  • Konfliktfähigkeit.

 

Kinder und Jugendliche sollen mündig werden und für ihre Handlungen Verantwortung übernehmen können. Dies geschieht nicht auf Anhieb, sondern durch Entwicklungsprozesse. Demzufolge werden Lernumgebungen geschaffen, wo Kinder und Jugendliche ihre Persönlichkeiten entfalten, ihre Interessen ausleben und sich in die gesellschaftlichen Prozesse integrieren können.
Unter anderem werden folgende Punkte bei der Gestaltung der Lernumgebung berücksichtigt:

  • erwerben von Kenntnissen über andere Kulturen
  • Neugier, Offenheit und Verständnis für andere kulturelle Prägungen entwickeln und diese respektieren
  • anderen kulturellen Lebensformen und -orientierungen begegnen und sich mit ihnen auseinandersetzen
  • Konsens für gemeinsame Grundlagen für das Zusammenleben in einer Gesellschaft finden
  • gesellschaftliche Partizipation von Kindern und Jugendlichen fördern
  • Bereitstellung eines sozialen Umfeldes für Jugendliche

 

Der Begriff der Jugendarbeit bedeutet für uns,

  • dass alle Kinder und Jugendliche eingeladen werden, egal welcher Herkunft, Kultur und Nation, um die Angebote zu nutzen.
  • dass Kinder und Jugendliche keine Voraussetzungen erfüllen müssen, um die Angebote der Jugendarbeit wahrnehmen zu können.
  • dass Programme und die Themeninhalte bzw. Ideen sowohl von ehrenamtlichen Mitarbeitern als auch von Kindern und Jugendlichen vorgeschlagen, zusammengestellt und je nach Realisierungsmöglichkeit umgesetzt werden.
  • auch die freiwillige Teilnahme an der Jugendarbeit. Kinder und Jugendliche können selbst darüber entscheiden, welche Angebote sie wie lange nutzen möchten.

 

Durch verschiedene Gruppenangebote werden Handlungsräume geschaffen in denen Kinder und Jugendliche die Möglichkeit erhalten, individuelle Lernerfahrungen zu sammeln. Die Lernerfahrungen, die man in den frühen Lebensjahren erwirbt, bilden die Basis für das spätere Leben. Daher spielen die Begriffe Toleranz, Empathie und Dialog eine zentrale Rolle bei der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie sollen durch unsere Jugendarbeit verschiedene Kulturen (Bedürfnisse, Gewohnheiten, Traditionen und Rituale, Normen und Werte) als eine Bereicherung kennenlernen und ein positives Selbstbild aufbauen.

 

Die Angebote der Jugendarbeit finden

  • in regelmäßigen Abständen (in der Regel einmal pro Woche am Wochenende, ca. 2 Stunden),
  • als einmalige Veranstaltung oder auch
  • als eine Reise statt.

 

„Forschen und Experimentieren“ sollte daher ein Bestandteil der pädagogischen Arbeit sein. Durch Experimentieren (mit alltäglichen Materialien) sollen Kinder befähigt werden, zu beobachten und Fragen zu stellen, damit sie spielerisch lernen können, welche naturwissenschaftlichen Ereignisse ihr Alltagsleben gestalten. Gleichzeitig werden sie aktive Gestalter der eigenen Bildungsprozesse und entwickeln feinmotorische Fähigkeiten und ein hohes Maß an Selbstbewusstsein. Das Entdecken und Forschen in der Gruppe fördert gleichzeitig die zwischenmenschliche Beziehung (Kommunikation und Austausch).
Somit wird den Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit gegeben,

  • Sozialkompetenz,
  • Lernkompetenz und
  • Sprachkompetenz zu erwerben.